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Spiel's nochmal, Sam
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Der Klassiker von Woody Allen
Spiel's nochmal, Sam

Allan Felix, gespielt von Christian Ramcke, ist Filmkritiker in New York und verbringt seine Tage in Kinos, wo er sich mehr Fan als Kritiker, mit den Liebesabenteuern seiner Leinwandhelden identifiziert. Seine Frau Nancy lässt sich von ihm scheiden. Allans Freunde, der smarte Geschäftsmann Dick, gespielt von Michael Kulik, und seine Frau Linda, gespielt von Anne Diedering, wollen Allan ebenfalls von seiner sentimentalen Erinnerung an Nancy befreien. Sie verabreden sich mit ihm und schleppen immer neue, attraktive Frauen für ihn an, alle gespielt von Theaterleiterin Martina Riese, die in dieser Inszenierung einmal mehr ihre Wandlungsfähig beweisen will.
Aber Allan ist kein Weiberheld, die Frauen des Alltags sind zu real und stürmisch. Und dann ist da noch sein größtes Kinoidol Humphrey Bogart, gespielt von Aljoscha Riese aus dem Jugendklub des Theaters, der ihm als guter Geist erscheint und gute Ratschläge gibt. Allan Felix schöpft wieder Hoffnung. Es gibt mehrere Millionen Frauen allein in New York und eine davon wird er bestimmt erobern. Doch Allan Felix ist nicht der einzige, der ein Liebesproblem hat. Auch zwischen Dick und Linda kriselt es.
Der Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker Woody Allen, am 1. Dezember 1935 in Brooklyn, New York geboren, ist der bekannteste US-amerikanischer Komiker. Auch als Drehbuchschreiber und Regisseur hat das Multitalent Woody Allen über 50 Filme, unzählige Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen geschrieben. Nebenbei ist er ein begeisterter Jazzmusiker. Allen gilt als einer der bedeutendsten Regisseure unserer Zeit, wurde 21 Mal für den Oscar nominiert und dreimal mit ihm ausgezeichnet.

Christian Ramcke, hier bei einer der 6-stündigen Proben unter der Regie von Tina Wagner im Wasserturm, ist verzweifelt. Als Allen Felix gelingt ihm bei keiner der vielen attraktiven Frauen das Glück. Humphrey Bogart, gespielt von Aljoscha Riese, hilft mit guten Ratschlägen aus. Das gibt Allen neue Hoffnung.
Foto: Maiken van Hoogstraaten

Autor: Woody Allen
Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Jürgen Fischer
Regie: Tina Wagner
Bühnenbild: Tina Wagner
Dramaturgie und Ausstattung: Daniela Gerasch
Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbau: Jörn Knaack
Video- und Audiobearbeitung: Tim Witzel
Tontechnik: Josephine Hamann
Licht-Design und Videoückprojektion: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Bevis M. Nickel

Für die Aufführungsrechte danken wir der Deutschen Theaterverlag GmbH

Für diese Inszenierung musste das Ensemble des Lore & Lay Theaters zunächst mit weiteren Berufsschauspielern aufgestockt werden. Neben Michael Kulik, der bereits seit zwei Produktionen im Wasserturm zu Hause ist, konnten Anne Diedering aus Berlin und Christian Ramcke aus Kiel engagiert werden. Die Fotos zeigen Szenen, bei denen zur Überraschung und Freude unseres Publikums, wieder der gesamte Wasserturm mit in das Spiel einbezogen wurde. Fotos: Bevis Nickel und Maiken van Hoogstraaten.


Die Presse schreibt dazu:
Wenn die Neurose Kultstatus erhält

Kiel – Große Schuhe fürchtet man nicht beim Lore & Lay Theater. Leiterin Martina Riese traute sich bereits an Loriots Szenen einer Ehe heran, jetzt steht Woody Allens Erfolgskomödie Spiel's nochmal, Sam auf dem Sommerspielplan im Wasserturm Ravensberg. Der Mut wurde belohnt. Das Publikum amüsierte sich trefflich auf der Premiere und geizte am Ende nicht mit Applaus.
Allan Felix ist arm dran. Seit seine Frau ihn verlassen hat, sucht er verzweifelt nach einer neuen Partnerin. Doch die Damen, die seine Freunde Linda und Dick anschleppen, lehnen dankend ab. Denn Allan ist ein komischer Kauz, von seinem großen Vorbild Humphrey Bogart trennen ihn Welten: Hypochondrisch veranlagt, ist der linkische, kinosüchtige Filmkri- tiker alles andere als ein Womanizer.
Das Stück, 1969 für den Broadway geschrieben und drei Jahre später mit Woody Allen in der Hauptrolle seines Alter-Egos verfilmt, ist mit seinen witzigen Dialogen zwar fast ein Selbstgänger. Doch es steht und fällt mit der Figur des Allan, und die ist mit Christian Ramcke glücklich besetzt. Zusehends warm spielte sich der frisch gebackene Absolvent der Kieler Schule für Schauspiel, dem Regisseurin Tina Wagner eine dicke Woody-Allen-Brille auf die Nase gesetzt hat. Auch seine Motorik orientiert sich mit schlaffer Körperhaltung und zu groß geratenen, schlenkernden Gesten an dem berühmten Vorbild. So etwas kann schief gehen, tut es aber nicht. Ramcke füllt die Rolle aus - Mimikry allein wäre nicht so komisch. Jede lässig gemeinte Geste gerät ihm zum Beinah-Unfall, vor einem imaginären Spiegel bindet er sich einen katastrophalen Schlips und ganz wunderbar differenziert gelingt ihm das Summen des elektronischen Türöffners, das mit seinem stimmungsabhängigen „Dssst“ mal zornig, mal verzagt zum Running Gag avanciert. Filmisch inszeniert sind Allans Tagträume, bei denen die Bühne in farbiges Licht getaucht wird und die Frauen (alle gespielt von Martina Riese) ihm reihenweise zu Füßen liegen. Das große Rund des Wasserturmes nutzt Tina Wagner für diese Szenensplitter jenseits der Bühne, in denen auch der große Humphrey Bogart (cool: Aljoscha Riese) kurze, prägnante Auftritte als Ratgeber in Sachen Frauen-Anmache hat. Als ewig telefonierender, gestresster Businessman Dick gefällt Michael Kulik, Anne Diedering, ebenfalls frisch von der Schule für Schauspiel, gibt der neurotischen Linda sympathisch-natürliche Facetten...

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 06.07.2009.

"Kein Mimikry", schreibt die Kieler Nachrichten, "sondern ehrliche Annäherung an die großen Vorbilder." Bei einer Probe im Kieler Wasserturm: Anne Diedering (Linda Felix), Christian Ramcke (Allan Felix), Aljoscha Riese (Bogey) und Martina Riese als Nancy, Sharon, Gina, Vanessa und Barbara. Foto: Bevis M. Nickel

Was Sie schon immer über Sam wissen wollten

Kiel – Ein wortkarger Held, eine schöne, wehrlose, vergebene Frau, viel Rauch, Alkohol und jede Menge schwarz-weißes Drama: „Play it once, Sam. For old times' sake.” Die Marx-Brothers verfälschten das legendäre Casablanca-Zitat und machten es berühmt. Auch Woody Allen hat seinen Klassiker Spiel's nochmal, Sam genannt. Morgen feiert das Lore & Lay Theater im Wasserturm Ravensberg damit Premiere.
Ein tollpatschiger Antiheld, eine wunderschöne, hilfsbereite, aber vergebene Freundin, viel Hochstapelei, Klamauk und jede Menge neurotisches Liebesleid: Mit etwas gutem Willen finden sich in der Personenkonstellation von Spiel's nochmal, Sam aus den Jahren 1969 (Drama) und 1972 (Film) doch ein paar Parallelen zu Casablanca (1942). Woody Allen wird nicht umsonst Humphrey Bogart mit der Rolle seines Alter Ego besetzt haben.
Und Regisseurin Tina Wagner hat an Aljoscha Riese, der zum ersten Mal auf einer größeren Bühne steht, mit der Figur des „Bogey“ ziemlich hohe Anforderungen gestellt. „Ich versuche mein Bestes“, sagt der 22-jährige Groß- und Außenhandelskaufmann ein wenig schüchtern und lacht. Die äußerliche Verwandlung ist bereits vollkommen: Trenchcoat mit aufgestelltem Kragen, Hut und Zigarette. „Diese typische Art, wie Humphrey Bogart seine Zigaretten in der Hand hielt oder im Mundwinkel verglimmen ließ, die habe ich mir abgeschaut“, erzählt der Sohn von Theaterleiterin Martina Riese. „So enorm große Vorbilder gestatten einem aber auch in einer ganz besonderen Art, sich selbst zu verwirklichen“, fügt seine Kollegin Anne Diedering hinzu, „weil sie nämlich so gute Begleiter sind.“ Diedering spielt Linda, die begehrte Freundin, die im Film von Diane Keaton verkörpert wird. Und Christian Ramcke darf sich an Woody Allens Figur des Allan Felix abarbeiten. Beide junge Akteure haben an der Schule für Schauspiel in Kiel ihre Ausbildung gemacht, sind bereits in verschiedenen Produktionen am Theater im Werftpark, im Kieler Schauspielhaus oder im Polnischen Theater zu sehen gewesen und stehen nun ebenfalls zum ersten Mal auf der Bühne im Wasserturm. „Ahhhh!“, der 26-Jährige schüttelt sich, „das ist so 'ne Sache!“ Das mit dem Kopieren eines Woody Allen. Naja, erst einmal funktioniere ein Film ja ganz anders als ein Theaterstück, da müsse man immer größer spielen, man habe nicht so einfache Schnittmöglichkeiten. „Es macht aber auf jeden Fall großen Spaß, einen Mann mit derart vielen Ticks und einer völlig neurotischen Selbstwahrnehmung zu spielen.“
Martina Riese, die ihre jungen Kollegen in mehreren Damen- Rollen auf der Bühne unterstützt, ist mit diesem Fünf-Personen-Stück auch ein finanzielles Wagnis eingegangen: „Natürlich ist das eine sehr große Produktion für so ein kleines Theater“, sagt sie nüchtern. „wir haben auch noch den Beleuchtungsmeister des Kieler Opernhauses, Martin Witzel, engagiert, um die ganze bespielte Fläche auszuleuchten.“ Doch das Stück lag nun über zehn Jahre in ihrer Schreibtischschublade. Und Tina Wagner, Leiterin der Schule für Schauspiel, hat sich riesig gefreut, diesen Klassiker zu inszenieren.

Von Caroline Neider, Kieler Nachrichten vom 02.07.2009.

"Kein Mimikry", schreibt die Kieler Nachrichten, "sondern ehrliche Annäherung an die großen Vorbilder." Bei einer Probe im Kieler Wasserturm: Anne Diedering (Linda Felix), Christian Ramcke (Allan Felix), Aljoscha Riese (Bogey) und Martina Riese als Nancy, Sharon, Gina, Vanessa und Barbara. Foto: Bevis M. Nickel

Repertoire und die Produktionen im Rückblick
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