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Theater aus Leidenschaft
Die Frau seines Lebens
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Heimchen mit hinterlistigen Zügen
Die Frau seines Lebens

Die Wohnung ist penibel aufgeräumt, das Abendbrot steht auf dem Tisch. Jetzt fehlt nur noch Manfred. Manfred ist Gerichtsvollzieher, doch der kommt nicht. Zum ersten Mal ist er nicht pünktlich. Ob ihm etwas zugestoßen ist? Während Sylvia, gespielt von Martina Riese, sich sukzessive den Lieblingsaufschnitt ihres Ehemannes einverleibt, macht sie sich Sorgen, sie führten doch eine gute Ehe. Zwar wünschte Sylvia ihm aus langer Weile manchmal den Tod an den Hals, aber sie stritten nie.
Ist er etwa in einer Kneipe versackt? Ist er wegen mangelndem ehelichen Sexleben im Puff? Hat er sich abgesetzt? Ist er tot? Unsere Theaterbesucher können sich auf ein unterhaltsames Stück freuen, in dem Sylvia Manfreds Beamtenseele und ihr monotones Hausfrauendasein durchleuchtet. Neidisch schielt sie hinüber zur Wohnung ihrer Single-Freundin Judith, die gerade wieder einen ganzen Kerl statt nur dessen Lieblingsaufschnitt vernascht.
Und wenn Manfred etwas zugestoßen ist? Dann spielt sie mit dem Gedanken, es in Puncto Männer mal wie ihre Freundin Judith zu machen. Schließlich kommt Sylvia auf noch krummere Gedanken.
"Die besondere Atmosphäre im großen Saal der Pumpe passt hervorragend zu unserer Inszenierung", sagt Theaterleiterin Martina Riese. "Nach Vorstellungen mit zwei anderen erfolgreichen Produktionen in der Pumpe, ist dies bereits unsere siebente Aufführung in diesem Jahr".

Martina Riese kommt in ihrer Jubiläumsproduktion auf krumme Gedanken, ein empfehlenswerter Beziehungs- monolog. "Unterhaltsam und doppelbödig. Martina Riese in ihrer Paraderolle. Verdienter Applaus für Martina Riese und ihre Regisseurin", schreibt die Kieler Nachrichten. Foto: Maiken van Hoogstraaten

Autoren: Felix Huby und Boris Pfeiffer
Regie: Tina Wagner
Dramaturgie und Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbau: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Maiken van Hoogstraaten

Für die Aufführungsrechte danken wir der
Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH, Berlin

"Muss es immer Putenbrust sein?", fragt sich Sylvia, während Sie seit Stunden mit dem Abendessen vergeblich auf ihren Mann wartet. Martina Riese im Januar bei den Proben auf der Wasserturmbühne. Die Regisseurin Tina Wagner läßt jede Szene, jede Geste und jeden Blick solange bis zum Ende durchproben, bis die Anforderungen einer publikumsgerechten und unterhaltsamen Inszenierung erreicht sind. Foto: Maiken van Hoogstraaten


Die Presse schreibt dazu:
Heimchen mit hinterlistigen Zügen

Kiel – Das Wohnzimmer ist beklemmend gut aufgeräumt. Die Sofakissen zeigen sich mit keckem Knick, auf dem Esstisch funkeln blank polierte Weingläser neben aufmüpfig drapierten Servietten, deren dunkles Violett mit der üppigen Deko vom Schleifchen bis zum Blumentopf harmoniert. Schon ein flüchtiger Blick in diese kleinkarierte Schöner-Wohnen-Welt, die Martina Riese vom Lore & Lay Theater auf der Bühne des Wasserturms Ravensberg platziert hat, verrät: Hier waltet eine Hausfrau, mit zuviel Zeit. Ihr Mann nennt sie die Frau seines Lebens, und so heißt auch das Einpersonenstück von Felix Huby und Boris Pfeiffer, mit dem sich Martina Riese anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubiläums in einer Paraderolle präsentiert.
Sie ist Sylvia, die wie jeden Abend nach einem komplett ereignisfreien Tag mit dem Essen auf Ihren Manfred wartet. Munter trällernd schiebt sie eine Essenskutsche auf die Bühne und stopft sich schon mal großzügig eine Scheibe Putenbrust in den Mund. Denn Manfred hat sich verspätet. Das ist noch nie vorgekommen. Manfred ist sonst immer pünktlich und noch nie in einer Kneipe versackt. Also macht Sylvia sich Sorgen und lässt ihre Gedanken schweifen, denkt an einen möglichen Unfall oder eine weniger wahrscheinliche Geliebte. Dabei gerät sie ganz nebenbei ins Grübeln über ihr eigenes, fades Hausfrauendasein, das um abgepackte Wurstwaren und Light-Produkte kreist, aber auch um das beneidenswert abwechslungsreiche Liebesleben ihrer Single-Freundin Judith.
Knapp zwei Stunden dauert der Monolog, in dessen Verlauf der gesamte Aufschnitt in Sylvias knallrot geschminkten Mund verschwindet – gierig verschlungen, jeder Scheibe mit der Zunge lustvoll nachgespürt. Den Blick ins Publikum gerichtet, babbelt sie sich in leichtem Schwäbisch vom Seelchen, was dort seit Jahren unreflektiert brodelt. Vom Esstisch, dessen leckere Fracht sie anfangs immer wieder akkurat ordnet, wechselt sie zum Sofa, wo sie sich scheinbar entspannt hinfläzt, um bald darauf den Stepper zu besteigen. der ihrer inneren Anspannung für wenige Minuten das nötige Bewegungsventil verschafft.
Das ist durchgehend unterhaltsam, aber nicht nur lustig, denn Tina Wagner hat einen doppelten Boden in ihre Inszenierung eingezogen, der bloßes Ablachen fragwürdig erscheinen lässt. Die Regisseurin, die ihre Protagonistin als berechnendes Dummchen, als eine, die geheiratet hat, um versorgt zu sein. Doch sie ist auch eine Ausgelieferte, die nach über zehn Jahren Ehe feststellt, dass Schnittchensylvia nicht einmal den Kontostand Ihres Gatten kennt. Ein Hauch von Tragikomik schwingt mit, wenn sie dürftige Supermarkt-Erlebnisse zu Abenteuern hochstilisiert, in denen der schicke Typ vom Kühlregal als Traumprinz strahlt, während der verschollene Gatte in Was-Wäre-Wenn-Szenarien nur noch als Erblasser glänzen kann. Selbst Schuld und doch irgendwie eine arme Sau. Verdienter Applaus für Martina Riese und ihre Regisseurin.

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 28.03.2011.

Tina Wagner inszenierte im Wasserturm Ravensberg Die Frau seines Lebens mit Martina Riese doppelbödig in der Aussage – durchgehend unterhaltsam, aber nicht nur lustig.
Foto: Maiken van Hoogstraaten

Gedankenfluss am Abendbrottisch

Kiel – Die Wohnung ist penibel aufgeräumt, das Abendbrot steht auf dem Tisch. Jetzt fehlt nur noch Manfred. Doch der kommt nicht. Zum ersten Mal seit zig Jahren ist er nicht pünktlich. Ob ihm etwas zugestoßen ist? Während Sylvia sich sukzessive den Lieblingsaufschnitt ihres Ehemannes einverleibt, macht sie sich Sorgen, in die sich nach und nach grundsätzliche Gedanken zu ihrem Leben im Allgemeinen und ihrer Ehe im Besonderen einschleichen. Die Frau seines Lebens heißt die Komödie von Felix Huby und Boris Pfeiffer, die heute im Wasserturm Ravensberg Premiere feiert – als dritte Regiearbeit von Tina Wagner im Lore & Lay Theater.
Martina Riese hat sich das Einpersonenstück zu ihrem 20-jährigen Bühnenjubiläum ausgesucht. „Ein Monolog ist zwar anstrengend, aber man muss auf der Bühne auf niemand anderen achten“, sagt die Schauspielerin. Den Charme des Stückes sieht sie unter anderem darin, dass es „in leichtem Schwäbisch“ gespielt wird, eine Mundart mit eigenem Witz, die der gebürtigen Ulmerin in die Wiege gelegt wurde. „Die Sprache unterstreicht die Enge des Denkkorsetts einer Frau, die vorgibt, zu wissen, wie Welt geht.“
Sylvia hat ihren braven Mann geheiratet, um nicht arbeiten zu müssen. Kinderlos und hoffnungslos unausgelastet hat die Figur der genervten Hausfrau mit ihrer Darstellerin nicht viel gemein. Dennoch kann Riese sich gut in Sylvias Situation hineinversetzen. „Den ganzen Tag passiert nichts – außer, dass der Mann plötzlich nicht heimkommt. Da denkt sie sich alles Mögliche.“ Nach und nach greifen auch Gedanken Raum, die eine unzufriedene Ehefrau offenbaren, die neidisch zu ihrer Single-Freundin schielt, in deren (Liebes-) Leben noch richtig etwas los ist.
Dass es sich bei ihrer Inszenierung nicht einseitig um ein „Frauenstück mit Männerschelte“ handelt, ist für Tina Wagner selbstverständlich. Gemeinsam mit Martina Riese hat sie ein Bühnenbild entworfen, in dem sich adrette Spießigkeit mit einem unseligen Hang zu Deko-Fimmel paart. „Es ist ein typisches Boulevardstück“, sagt die Regisseurin. „Sylvia wird daher keine echte Entwicklung durchmachen. Viel mehr tappt sie von einer Lebenslüge in die nächste. Aber sie gewinnt Erkenntnisse und es ist interessant zu sehen, wie die Stimmung kippt.

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 25.03.2011.

Sylvia (Martina Riese) wartet auf ihren Mann, der sich verspätet hat und sinniert über ihr Leben und insbesondere Ihre Ehe.
Foto: Maiken van Hoogstraaten

Abstruse Gedanken des Wartens
Verspätung mit Folgen

Kiel – Mit der Komödie Die Frau seines Lebens von Felix Huby hat sich Martina Riese zu ihrem 20-jährigen Bühnenjubiläum selbst einen Wunsch erfüllt. „Ich wollte ein Stück mit extra Pfiff, das mich herausfordert“, sagt die Schauspielerin. Als Sylvia zeigt sie in dem Einpersonenstück, das am Freitag, 25. März im Lore & Lay Theater im Wasserturm Premiere hat, wohin es gedanklich führen kann, wenn der stets pünktliche Mann einmal zu spät kommt. Manfred, ihr Mann, Gerichtsvollzieher und eine treue Beamtenseele, ist überfällig. Das gab es noch nie. Auf dem Tisch steht die Putenbrust, die er so liebt. Aber warum muss es eigentlich immer Putenbrust sein? Sylvia fängt an, sich so ihre Gedenken zu machen, über sein und ihr Leben.
In ihrer Wohnung, die gut und gerne einer Frauenzeitschrift entsprungen sein könnte und von den Schleifen am behussten Stuhl bis hin zu farblich passendem Putzlappen und Handfeger ganz in Weiß und Lila – „weil es gerade in ist“ – abgestimmt ist, geht sie auf und ab. Manfred, ihr Mann, Gerichtsvollzieher und eine treue Beamtenseele, ist überfällig. Das gab es noch nie. Das Essen steht auf dem Tisch. So beginnt die Komödie Die Frau seines Lebens, dem neuen Stück des Lore & Lay Theaters, in der Schauspielerin Martin Riese als Sylvia die Bühne im Wasserturm ganz für sich hat und ihren Gedanken freien Lauf lässt.
Sie führten doch eine gute Ehe. Zwar wünschte Sylvia ihm aus langer Weile manchmal den Tod an den Hals, aber sie stritten nie. Aber warum rief Manfred sie nur an, wenn er nichts zu sagen hatte? Warum sollte sie ihn nicht anrufen, wenn sie etwas zu sagen hatte? Warum wollte er nicht, dass sie Einblick in die Konten bekam und warum verschwieg er ihr die Summe der Lebensversicherung?
Sylvia durchleuchtet Manfreds Beamtenseele und ihr monotones Haus- frauendasein. Neidisch schielt sie hinüber zur Wohnung ihrer Single-Freundin Judith, die gerade wieder einen ganzen Kerl statt nur dessen Lieblingsaufschnitt vernascht. Und Manfred? Ist ihm etwas passiert? Ist er in der Kneipe versackt? Hat ihn mangelndes eheliches Sexleben in den Puff getrieben? Sylvia lässt ihren Gedanken freien Lauf, und die können wahrlich recht abstrus werden.
Tina Wagner, die bereits Zwei wie Bonnie und Clyde und Spiel‘s nochmal, Sam im Wasserturm inszeniert hat, hat sich als Regisseurin nicht lange bitten lassen. „Ich war begeistert mit Martina Riese arbeiten zu können“, sagt sie. Dass die Komödie von Autor Huby, der unter anderem auch für Tatortkommissar Bienzle verantwortlich zeichnet, auch noch auf Schwä- bisch geschrieben ist, sei noch ein zusätzliches Plus gewesen. „Wir sind beide Exil-Baden-Würtembergerinnen“, sagt sie und Riese fügt hinzu: „Aber keine Sorge, das Stück ist auf Hochdeutsch, aber die ganz eigene Wortmelodie des Schwätzens ist erhalten geblieben.“
„Lange bleibt die Frage offen, wer nun eigentlich bekloppt ist“, sagt Riese. „Vieles haben wir erst beim Proben entdeckt.“ Auch, dass Sylvia nicht immer richtig liegt. Zumindest täte es dem Stück gut, dass es von einem Mann geschrieben wurde. „Das rettet es vor dem Emanzenklischee“, findet Riese. Am Ende ist es Unterhaltung, nicht nur für Frauen.

Von Sven Janssen, Kieler Express vom 23.03.2011.

Sylvia (Martina Riese) wartet auf ihren Mann. Als der sich verspätet, fängt sie an, sich so ihre Gedanken zu machen.
Foto: Maiken van Hoogstraaten


Die Autoren
Felix Huby

Der ehemalige Journalist, Chefredakteur und Spiegel-Korrespondent Felix Huby, schrieb Sach- und Kinderbücher sowie Kriminalromane. 1981 entstand mit Der Grenzgänger sein erster Fernsehfilm. Von Huby stammen auch die Fernsehkommissare Palu und Bienzle. Für den NDR entwickelte er den Kommissar Jan Casstorff, den Robert Atzorn spielt. Bislang hat Huby insgesamt 26 Tatorte geschrieben, dazu viele Einzelfilme wie Der Fischerkrieg, Keine Gondel für die Leiche, Der Prinzgemahl.
Kaum ein anderer deutscher Autor seines Renommees hat derart viele Romane, Kinder-, Sach- und Drehbücher verfasst. Huby war der erste Rosa-Roth-Autor, hat 15 Folgen der Reihe Zwei Brüder geschrieben und die Polit-Comedy Die Hinterbänkler entwickelt. Zu seinen erfolgreichsten TV-Serien zählen: Oh Gott, Herr Pfarrer, Der Hafendetektiv, Abenteuer Airport, Der König von Bärenbach, Oppen und Ehrlich, Ein Bayer auf Rügen und Tierarzt Dr. Engel.
Vielschreiber und Multitalent Felix Huby hält unter anderem regelmäßig Drehbuch- seminare am Nordkolleg in Rendsburg ab. "Ich wünsche mir sehr, dass der schwäbische Dialekt nicht verloren geht", sagt Felix Huby, der wie auch Darstellerin und Theaterleiterin Martina Riese, aus Schwaben stammt.

Boris Pfeiffer

Der mit Preisen ausgezeichnete Boris Pfeiffer arbeitet seit 2002 mit Felix Huby zusam- men. Pfeiffer hat sehr viele Werke für Bühne, Film und Fernsehen geschaffen, als Autor, Regisseur und Dramaturg. Unter anderem arbeitete er an der Freien Volksbühne in Berlin, am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, am Nationaltheater Mannheim, und für das ZDF.
Boris Pfeiffer inszenierte mehrere Stücke für das Schauspielhaus Zürich und war zuletzt mit Kurzfilmen international erfolgreich. 2003 entstand die bedeutende Komödie Die Frau seines Lebens.


Repertoire und die Produktionen im Rückblick
Die Frau seines Lebens Mit dem Finger am Abzug Männer, Frauen, Katastrophen Dinner for One – Wie alles begann
Morde deinen Nächsten Schnüffler, Sex schöne Frauen Mörderkarussell Spiel's nochmal, Sam
Traumfrau verzweifelt gesucht Shirley Valentine Nest für einen Star Der letzte der feurigen Liebhaber
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