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Theater aus Leidenschaft
Frühstück bei Kellermanns
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Komödie von Ursula Haucke
Küche wird zum Schlachtfeld

Der Frühstückstisch ist liebevoll gedeckt. Doch ein Platz bleibt frei. Nach 23 Ehejahren sitzen Lotte und Rudi allein am Tisch ihrer Wohnküche. Tochter Bärbel ist in der Nacht nicht nach Hause gekommen. Wie viele Ehepaare ihres Alters stellen auch Lotte und Rudi fest, dass die Kinder flügge geworden sind. Während Mutter Lotte die Dinge so nimmt, wie sie kommen, sich mit der neuen Situation zu arrangieren beginnt und so nach und nach ein ganz neues Lebensgefühl entdeckt, tut sich Vater Rudi ungleich schwerer mit dem Wandel. Zäh und unbeirrt verteidigt er liebgewordene Gewohnheiten, pocht auf Althergebrachtes und lehnt jede Veränderung ab.
Frühstück bei Kellermanns: witzig, ironisch, bissig, aber nicht verbissen. Lotte hat Farbe besorgt und will das frühere Kinderzimmer herrichten. Als Schlafzimmer. Für sich selbst. Rudi soll alleine schlafen dürfen. Wie soll er das verstehen? Spinnt sie jetzt? Sind das die Wechseljahre? Ist ein anderer Mann im Spiel? Wieso ist Lotte neuerdings oft so müde? Woher hat sie den tollen Morgenmantel? Lotte hat alle naselang eine neue Frisur. Mindestens drei Mal schon hat sie nicht mehr gekocht. Sein Hemdknopf ist praktisch seit einer Ewigkeit abgerissen, ohne dass sie ihn angenäht hätte. Überhaupt ist sie in letzter Zeit reichlich aufmüpfig. Es ist direkt ungemütlich mit ihr. Rudi fragt sich: Was ist los, zum Donnerwetter!?

Martina Riese und Publikumsliebling Michael Kulik entdecken auf der Wasserturm-Bühne ein ganz neues Lebensgefühl. Foto: Frank-Michael Peter

Autorin: Ursula Haucke
Regie: Martina Riese
Co-Regie: Christian Ramcke
Dramaturgie und Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbild: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Radioeinspielungen: Jan Hinrichsen – Norddeutscher Rundfunk
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten

Für die Aufführungsrechte danken wir dem
Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Lotte hat Farbe besorgt und will das frühere Kinderzimmer herrichten. Als Schlafzimmer. Für sich selbst. Rudi soll alleine schlafen dürfen. Wie soll er das verstehen? Spinnt sie jetzt? Sind das die Wechseljahre? Ist ein anderer Mann im Spiel? Wieso ist Lotte neuerdings oft so müde? Woher hat sie den tollen Morgenmantel? Lotte hat alle naselang eine neue Frisur. Mindestens drei Mal schon hat sie nicht mehr gekocht. Foto: Bevis M. Nickel


Die Presse schreibt dazu:
Szenen am Frühstückstisch

Kiel – Wie viel Familie bleibt, wenn die Kinder das Haus verlassen? Frühstück bei Kellermanns zeigt auf humorvolle und sanftmütige Art, wie unterschiedlich Lotte (Martina Riese) und Rudi (Michael Kulik) ihre neue Freiheit genießen – oder auch nicht. Mit dem Stück von Ursula Haucke feiert das Lore & Lay Theater am Freitag im Kieler Wasserturm Premiere.
Martina Riese bringt den Beweggrund für dieses Stück in einem Halbsatz auf den Punkt: "Zwischen Lotte und mir sind gar nicht so viele Unterschiede." Da hetzt man sich jahrelang im besten Gewissen ab, um dem eigenen Kind ein warmes Mittagessen auf den Tisch zu stellen, und eines Tages kommt die Tochter von der Schule und lehnt lapidar ab: "Ach, Mama, eigentlich habe ich gar keinen Hunger." Da ging der Schauspielerin und Mutter nach über 20 Jahren ein Licht auf: "Eigentlich könnte ich meinen Tag auch anders planen!" Genauso werden sich wahrscheinlich viele Ehepaare im Publikum ansehen und sich selbst wieder erkennen, wenn sie Rudis und Lottes Versuch miterleben, zueinander zu finden, nachdem die Kinder flügge geworden sind. Während die Mutter die Zeichen der Zeit längst erkannt und auch schon Pläne für das verlassene Kinderzimmer geschmiedet hat, nämlich ein eigenes Schlafzimmer nach 23 Jahren Mitschnarchschlaf, ist der Vater vor den Kopf gestoßen: "Das hängt meist mit der Lebenswirklichkeit der Väter zu tun, die doch fast immer noch die Ernährer der Familie sind, sich im Beruf verwirklicht haben, aber vielleicht gar nicht so sehr mitbekommen, was sich zu Hause alles verändert", sagt Michael Kulik, der zwar selbst keine Kinder hat, sich die Situation aber lebhaft vorstellen kann.
Vier Sonntagsfrühstücke lang setzen sich beide in dem Bühnenbild von Jörn Knaack mit sich und der neuen Situation auseinander: Dass da auch manchmal die Fetzen wehen, ist klar, aber "das Besondere an diesem Stück ist", sagt Martina Riese, "dass die beiden sich viel zu gut verstehen, um die Situation eskalieren zu lassen". Sie kennen sich, stecken sich so manche Spitze entgegen, doch wenn der Tisch abgeräumt ist, weiß doch jeder wieder, was er am anderen hat. "Vertrauen und Humor, zwei wichtige Eigenschaften, die in viel zu vielen Beziehungen oft fehlen", findet Michael Kulik. Davon gibt es in diesen 90 Minuten ganz viel, verspricht der Schauspieler, dem vor allem "die leisen Töne" seiner Figur gefallen: "Im Gegensatz zu Bonny and Clyde ist das hier keine Slapstick-Comedy, sondern die Figuren teilen sich auch ganz viel ohne Worte mit."
Frühstück bei Kellermanns ist das erste Stück der in Berlin lebenden Autorin Ursula Haucke – die auch die Drehbücher zu der Hörspielreihe Papa, Charly hat gesagt geschrieben hat –, das Martina Riese auf die Bühne bringt. Ihr als Regisseurin zur Seite stand diesmal Christian Ramcke, der "in dieser Zeit vom Assistent zum Co-Regisseur avancierte", erklärt Martina Riese. Dessen Idee mit der Durchreiche zwischen Küche und Esszimmer habe die Spielsituation beispielsweise sehr erleichtert, da "Lotte dann auch noch zu sehen ist, wenn sie das Geschirr wegräumt". Die Mutter zieht eben nicht immer nur im Hintergrund die Fäden.

Von Caroline Neider, Kieler Nachrichten vom 17.11.2010.

Rudi (Michael Kulik) mag keine Veränderung, und Lotte (Martina Riese) hat schon das eigene Schlafzimmer geplant. Foto: Bevis M. Nickel

Erst die Kinder, und dann?

Kiel – Und jetzt? Diese Frage stellen sich wohl viele Ehepaare, sobald der Nachwuchs flügge geworden ist und das Haus verlassen hat. So auch Lotte und Rudi in Frühstück bei Kellermanns?. Das Stück zeigt auf einfühlsame und humorvolle Weise, wie die beiden Eltern ihre neu gewonnene Freiheit genießen – oder auch nicht. Diese Woche feierte das Lore und Lay Theater im Kieler Wasserturm Premiere mit der Ehekomödie von Ursula Haucke. [...]
Lotte (Martina Riese) hat sich eigentlich schon lange auf das Leben nach den Kindern eingestellt. Ihr Plan: Aus dem ehemaligen Kinderzimmer soll ein zweites Schlafzimmer werden. Endlich, nach 23 Jahren neben einem schnarchenden Mann. Rudi (Michael Kulik) hingegen ist wie vor den Kopf gestoßen. Als berufstätiger Ernährer der Familie hat er sich zwar um vieles gekümmert, aber oft genug eben doch nicht mitgekriegt, was in seinem Haus so vor sich ging. Doch jetzt müssen Lösungen her. Vier Sonntagsfrühstücke lang erörtert das Ehepaar seine neue Situation. Klar, dass dabei manchmal auch die Fetzen fliegen. Schließlich kennen sich die beiden allzu genau, stecken sich so manche Spitze entgegen, doch wenn der Tisch abgeräumt ist, wissen beide, was sie an dem jeweils anderen haben.
Frühstück bei Kellermanns ist das erste Stück der in Berlin lebenden Autorin Ursula Haucke. Bekannt für ihren klugen Humor wurde die Schwester des Schauspielers Gerd Haucke als Autorin für die Hörspielreihe Papa, Charly hat gesagt. Die Rededuelle zwischen Vater und Sohn, bei denen der Vater mit allen möglichen und unmöglichen zeitgemäßen Fragen konfrontiert wurde, hatten zu ihrer Zeit Kultcharakter – auch wenn man das damals noch nicht so nannte.

Von Claudia Beylage-Haarmann, Kieler Express vom 20.11.2010.

Vier Sonntagsfrühstücke lang gehen Lotte (Martina Riese) und Rudi (Michael Kulik) vom Lore & Lay Theater in Frühstück bei Kellermanns? der Frage nach: "Was wird jetzt aus uns, da die Kinder aus dem Haus sind?" Foto: Bevis M. Nickel


Die Autorin
Ursula Haucke

Ursula Haucke wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute noch lebt. Für den RIAS Berlin schrieb sie zahlreiche Einzelbeiträge, aber auch langjährige Sendereihen: Erziehungstips musikalisch verpackt. Für die Reihe Papa, Charly hat gesagt zeichnete sie sich in etwa 240 Folgen als Hauptautorin verantwortlich. Sie schrieb zahlreiche Drehbücher für Fernsehserien des WDR: Die Montagsfamilie und Solange es gut geht.... Außerdem veröffentlichte sie zehn Bücher, darunter Bei Oma ist immer was los und Papa, Charly hat gesagt. In der Beziehungskomödie Frühstück bei Kellermanns macht Ursula Haucke wunderbar deutlich, dass Selbstverwirklichung sich nicht gegen den anderen richten muss, sondern dass sich aus einer öden Ehe eine echte Partnerschaft entwickeln kann.

Repertoire und die Produktionen im Rückblick
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