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Theater aus Leidenschaft
Dietrich und Leander
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Welt-Uraufführung
Protokoll einer geheimen Begegnung

Marlene Dietrich und Zarah Leander. Zwei Weltstars, zwei Legenden schon zu Lebzeiten. Sind sie einander je begegnet? Angeblich nicht, aber wer weiß das schon? Beatrice Ferolli lässt die beiden Jahrhundert-Diven im Ladysroom eines Nobelhotels aufeinandertreffen und macht uns sozusagen durchs Guckloch zu stummen Zeugen einer einzigartigen Bekanntschaft, die sich durchaus so ereignet haben könnte:
Die Tür klemmt, niemand hört oder vermisst die beiden Berühmtheiten, die sich inkognito in dem Hotel befinden. "Die Damen bleiben einander nichts schuldig, ein verbaler Schlagabtausch gibt den anderen. Es endet jäh, als die beiden Eingeschlossenen merken, dass sie nicht alleine im Raum sind. Geschickt untermalt von einer glaubwürdigen Rahmenhandlung wird diese denkwürdige Begegnung mit den berühmtesten Liedern der beiden Weltstars gewürzt.
"Im Duell der Diven zwischen Vergangenheit und Gegenwart geht es um Liebhaber und Ehemänner, um die fesche Lola, Remarque, Sinatra, Hitler, Billy Wilder und die Zeugin der Anklage, um Karriere und Rückgrat in politisch denkwürdigen Zeiten", sagt die Autorin Beatrice Ferolli, die mit Zarah Leander Jahrelang aufs Engste befreundet war und mit ihr ein Jahr lang auf einer Tournee zusammengearbeitet hat.
Die Wiener Theaterautorin, Schauspielerin und Schriftstellerin hat elf Romane, vierzig Drehbücher und erfolgreich Theaterstücke geschrieben, die in acht Sprachen übersetzt, teilweise verfilmt und an Theatern in fünfzehn Ländern aufgeführt wurden. Als Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien gründete sie die Musical- Klasse.
"Marlene Dietrich hat mich schon immer fasziniert, deshalb habe ich mich gründlich mit ihrer Biografie beschäftigt", sagt Martina Riese. "Um ihre Rolle glaubhaft spielen zu können, ihre Gefühle und Gedanken zu ergründen, versuche ich mich in ihre Seele einzufühlen."

Enthüllen brisante Lebensgeheimnisse: Martina Riese als Marlene Dietrich und Kerstin Schlömp als Zarah Leander. Wunderbar gespielt, besonders echt in Mimik und Sprache, informativ und sehr gut recherchiert, schrieben Zuschauer nach der  Vorstellung ins Gäste- buch.

Autor: Prof. Beatrice Ferolli
Regie: Jenny Koehler
Musik: Mihai Theodoru
Dramaturgie und Spielleitung: Martina Riese
Regieassistenz: Lena Wensien
Bühnenbild: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Soundengeneering/Hemisphärenakustik: Jörn Knaack
Technische Leitung und Licht-Design: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Sönke Bruhn

Für die Aufführungsrechte danken wir dem Thomas Sessler Verlag in Wien

Während der Premierenfeier sprechen Autorin Beatrice Ferolli und der damalige Wasserturmeigentümer Johannes Dinnebier über ihre eigenen Lebenssituationen am Anfang der sechziger Jahre, die Zeit, in der sich diese Geschichte zugetragen haben soll.


Die Presse schreibt dazu:
Beim Häuten der Diven

Kiel – Die "Diva" ist von der weiblichen Form des lateinischen divus (göttlich) abgeleitet. Der Begriff wird seit dem 18. Jahrhundert auf bedeutende Frauen von Theater, Film und Showbiz angewendet. Dass Marlene Dietrich und Zarah Leander den Göttern der Bühne sehr nah waren, ist keine bloße Vermutung.
Die Wiener Schriftstellerin Beatrice Ferolli, bekannt als Drehbuchautorin für die TV-Serien Traumschiff und Schlosshotel Orth, lässt die beiden Diven in der Damentoilette eines Wiesbadener Nobelhotels aufeinander treffen. Die Tür zurück zur Lobby klemmt, niemand vermisst die zwei Stars, die inkognito im Hotel residieren, und der verbale Zickenkrieg beginnt. Das Pikante an der fiktiven Geschichte: "Marlene Dietrich und Zarah Leander wohnten damals tatsächlich zur selben Zeit am selben Ort", erzählt die junge Regisseurin Jenny Koehler. Ob sie allerdings auch aufs gleiche Örtchen gingen, ist nicht überliefert. Dietrich und Leander wird am Sonnabend im Lore & Lay Theater im Kieler Wasserturm uraufgeführt.
"Als ich auf dieses Stück gestoßen bin", sagt Martina Riese in ihrem beige gestreiften Marlene-Dietrich-Hosenanzug, "wusste ich, das müssen wir spielen." Sowohl die äußeren Vorgaben – zwei Frauen und eine Unbekannte, die Mischung aus Drama und Singspiel" als auch die innere Dramatik des Geschehens hätten alle Mitwirkenden sofort überzeugt. Wir zeigen eine völlig normale Situation mit zwei völlig unnormalen Frauen", bringt die 23-jährige Regisseurin das Ereignis auf den Punkt." Jede Frau weiß, wie es ist, mit einer Freundin aufs Klo zu gehen." Herausfordernd sei es gewesen, die Spannung und Komik zu erhalten, ohne in die schenkel- klopferische Lächerlichkeit abzudriften.
Kerstin Schlömp im bodenlangen, schwarzen Abendkleid mit weißem Pelzjäckchen spielt und singt Zarah Leander: "Ich bewundere diese Frau, ihre enorme Disziplin und ihren starken Willen." Aber nachahmenswert hätte die Schauspielerin Schlömp dieses Leben nie gefunden. "Zarah Leander wollte unbedingt die Nummer Eins werden in ihrem Metier, da hat sie auch die Förderung der Nazis in Kauf genommen."
Beatrice Ferolli, die selbst bei der Uraufführung ihres Werks dabei sein wird, hat nicht nur die menschlichen, sondern auch die politisch-moralischen Seiten der Protagonisten interessiert. Der Pianist Mihai Theodoru begleitet Schlömp und Riese bei den Hits wie Paff, der Zauberdrachen, Johnny, wenn du Geburtstag hast oder Nur nicht aus Liebe weinen.
"Für mich ist eine Diva eine Frau, die ihre Sehnsüchte und Träume genau kennt", sagt Jenny Koehler, "aber auch weiß, dass sie diese teilweise unterdrücken muss, um ihr Ziel zu erreichen." Eine Mischung aus eiskalter Karrierefrau und netter Nachbarin quasi. "Mich hat die Arbeit an dieser Rolle ans Zwiebelschälen erinnert", erklärt Kerstin Schlömp. Dietrich und Leander würden als Diven aufeinander stoßen, aber nach und nach werde der Mensch hinter der glitzernden Fassade erkennbar.

Von Caroline Neider, Kieler Nachrichten vom 25.10.2007.

Probe zum Schauspiel Dietrich und Leander auf der Bühne des Kieler Wasserturms. "Damit die Darstellung dieser bekannten Frauen nicht an der Oberfläche hängen bleibt und sie auf der Bühne ein Gesicht bekommen, müssen wir tief in diese Figuren eindringen und sie beleben", sagt Regisseurin Jenny Koehler. Die Authentizität lässt sie aus den nuancierten Abstufungen in der Gestik der Akteure entstehen. Foto: Sönke Bruhn.

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